Welche Schutzart braucht eine Zeitschaltuhr für draußen?+
Eine Zeitschaltuhr für den Außenbereich braucht mindestens die Schutzart IP44. Der IP-Code beschreibt, wie gut ein Gerät gegen das Eindringen von Fremdkörpern und Wasser geschützt ist, wobei die erste Ziffer für feste Fremdkörper wie Staub steht und die zweite für Wasser. Für den Außeneinsatz ist die zweite Ziffer entscheidend: Eine 4 an dieser Stelle bedeutet Schutz gegen allseitiges Spritzwasser, also gegen Wasser, das aus jeder beliebigen Richtung gegen das Gehäuse spritzt, wie es bei Regen der Fall ist. IP44 ist damit der Mindeststandard für Garten, Balkon und Terrasse. Eine normale Innenraum-Zeitschaltuhr hat diesen Schutz nicht und darf keinesfalls draußen verwendet werden, auch nicht an einer vermeintlich geschützten Stelle oder über ein Verlängerungskabel, denn eindringende Feuchtigkeit kann einen Kurzschluss verursachen oder im schlimmsten Fall zu einem lebensgefährlichen Stromschlag führen. Viele Außenmodelle besitzen zusätzlich eine Schutzklappe über der Steckdose, die den eingesteckten Stecker vor direktem Regen schützt; der volle IP44-Schutz gilt allerdings nur bei geschlossener Klappe. Wer besonders exponierte Standorte hat, an denen die Uhr starkem Regen oder Strahlwasser ausgesetzt ist, kann auch zu Modellen mit höherer Schutzart wie IP54 oder IP65 greifen, die noch besser abgedichtet sind.
Zeitschaltuhr oder Dämmerungssensor für die Außenbeleuchtung?+
Für Außenbeleuchtung ist ein Dämmerungssensor in den meisten Fällen die bessere Wahl als eine feste Uhrzeit, und der Grund liegt im Lauf der Sonne über das Jahr. Der Sonnenuntergang verschiebt sich in Deutschland erheblich: Im Hochsommer wird es erst gegen halb zehn am Abend dunkel, während es im Dezember bereits gegen halb fünf am Nachmittag finster ist. Eine Zeitschaltuhr mit fester Einschaltzeit passt deshalb immer nur für einen kurzen Zeitraum im Jahr und schaltet den Rest der Zeit entweder viel zu früh, wenn es noch hell ist, oder viel zu spät, wenn es längst dunkel ist. Man müsste die Uhrzeit also ständig nachjustieren, um mit der Dämmerung Schritt zu halten. Ein Dämmerungssensor löst dieses Problem automatisch, indem er das Umgebungslicht misst und die Beleuchtung genau dann einschaltet, wenn es tatsächlich dunkel wird, angepasst an jede Jahreszeit und ohne jedes Nachstellen. Für Wegbeleuchtung, Hausnummernlicht, Terrassen- oder Fassadenbeleuchtung ist der Sensor daher klar überlegen. Eine reine Zeitschaltung nach Uhrzeit bleibt dagegen dort sinnvoll, wo es nicht um Licht geht, etwa bei einer Teichpumpe, einem Springbrunnen oder einer Gartensteckdose, die zu festen Tagesstunden laufen soll. Manche Modelle kombinieren beide Betriebsarten und lassen sich zwischen Zeit- und Dämmerungssteuerung umschalten, was die größte Flexibilität bietet.
Kann ich eine Innenraum-Zeitschaltuhr mit Verlängerungskabel draußen benutzen?+
Nein, das ist keine sichere Lösung und sollte auf keinen Fall gemacht werden. Der entscheidende Punkt ist nicht die Stromzufuhr über das Kabel, sondern die fehlende Schutzart der Uhr selbst gegen Feuchtigkeit. Eine normale Innenraum-Zeitschaltuhr ist nur für trockene Räume ausgelegt und besitzt keinen ausreichenden Schutz gegen Spritzwasser. Steht sie draußen, kann Regen, Tau oder auch nur hohe Luftfeuchtigkeit in das Gehäuse eindringen und einen Kurzschluss auslösen, der im schlimmsten Fall zu einem gefährlichen Stromschlag oder einem Brand führt. Ein Verlängerungskabel ändert daran nichts, weil die Uhr weiterhin ungeschützt der Witterung ausgesetzt ist. Auch das Argument, die Uhr stehe an einer überdachten oder geschützten Stelle, greift nicht zuverlässig, denn Feuchtigkeit und Kondenswasser entstehen im Außenbereich auch ohne direkten Regen. Die einzig sichere Lösung ist, eine echte Außen-Zeitschaltuhr mit mindestens IP44 zu verwenden, die für genau diese Bedingungen konstruiert ist und ein spritzwassergeschütztes Gehäuse besitzt. Diese Modelle sind nicht teuer und gibt es sowohl in mechanischer als auch in digitaler Ausführung. Wer draußen schalten will, sollte deshalb von vornherein zu einem Außenmodell greifen und nicht versuchen, eine Innenraum-Uhr zweckzuentfremden.
Wo muss ich den Dämmerungssensor einer Außen-Zeitschaltuhr platzieren?+
Der Dämmerungssensor muss so platziert werden, dass er das natürliche Umgebungslicht korrekt erfassen kann, ohne durch andere Lichtquellen gestört zu werden. Zunächst braucht er eine möglichst freie Sicht zum Himmel oder zumindest zum offenen Tageslicht, damit er den natürlichen Helligkeitsverlauf von Tag und Nacht richtig misst. Sitzt der Sensor im tiefen Schatten einer Hauswand, unter einem Vordach oder in einer dunklen Ecke, meldet er zu früh Dunkelheit und schaltet das Licht bereits am helllichten Tag ein. Der häufigste und ärgerlichste Fehler ist jedoch, den Sensor im Lichtkegel genau der Lampe zu montieren, die er selbst steuern soll. Dann entsteht eine Rückkopplungsschleife: Der Sensor meldet Dunkelheit und schaltet das Licht ein, woraufhin er die Helligkeit der eigenen Lampe misst, wieder Dunkelheit für beendet erklärt und das Licht ausschaltet, und dieser Zyklus wiederholt sich endlos, sodass die Lampe permanent flackert. Der Sensor muss deshalb so ausgerichtet sein, dass er ausschließlich das Umgebungslicht sieht und nicht die von ihm gesteuerte Leuchte. Bei Modellen, deren Sensor fest im Gehäuse der Steckdosen-Uhr integriert ist, kommt es entsprechend auf die Platzierung der Uhr an einer geeigneten Außensteckdose an. Viele Modelle bieten zudem eine einstellbare Empfindlichkeitsschwelle, mit der man festlegen kann, wie dunkel es sein muss, bevor geschaltet wird, was die Feinabstimmung erleichtert.
Gibt es Außen-Zeitschaltuhren auch mechanisch, oder nur digital?+
Außen-Zeitschaltuhren gibt es sowohl in mechanischer als auch in digitaler Ausführung, sodass man je nach Anwendungsfall die passende Bauart wählen kann. Mechanische Außenmodelle funktionieren nach demselben Prinzip wie ihre Pendants für den Innenbereich, besitzen aber ein spritzwassergeschütztes Gehäuse mit mindestens IP44. Sie schalten über einen Drehring mit Segmenten im 15- oder 30-Minuten-Raster, kennen nur ein Tagesprogramm und sind besonders robust, weil sie ohne Batterie auskommen und ihr mechanisch gesetztes Programm auch bei Stromausfall behalten. Für einen einfachen, sich täglich wiederholenden Schaltrhythmus im Garten, etwa für eine Teichpumpe zu festen Tagesstunden, sind sie die günstige und unkomplizierte Wahl. Digitale Außenmodelle bieten dagegen dieselben Vorteile wie drinnen: Sie schalten minutengenau, beherrschen ein Wochenprogramm mit unterschiedlichen Zeiten für jeden Wochentag und haben teils eine Zufallsfunktion. Dafür benötigen sie eine Pufferbatterie, die Uhrzeit und Programm bei Stromausfall hält. Eine dritte Kategorie sind Außenmodelle mit Dämmerungssensor, die speziell für die Beleuchtungssteuerung gedacht sind und automatisch bei einsetzender Dunkelheit schalten. Welche Bauart die richtige ist, hängt vom Zweck ab: mechanisch für den robusten Tagesrhythmus, digital für genaue und wochentagsabhängige Schaltungen und ein Dämmerungsmodell für Außenlicht, das sich selbst an die Jahreszeit anpassen soll.
Muss die Schutzklappe der Außen-Zeitschaltuhr immer geschlossen sein?+
Ja, die Schutzklappe sollte im Betrieb immer geschlossen sein, denn der angegebene IP44-Schutz gilt bei den meisten Modellen nur im geschlossenen Zustand. Viele Außen-Zeitschaltuhren besitzen über der Steckdose, in die man das zu schaltende Gerät einsteckt, eine klappbare Abdeckung, die den eingesteckten Stecker und den Steckdoseneinsatz vor direkt eindringendem Regen und Spritzwasser schützt. Diese Klappe ist ein wesentlicher Teil des Feuchtigkeitsschutzes, weil die Steckdosenöffnung selbst die empfindlichste Stelle des Gehäuses ist. Lässt man die Klappe nach dem Einstecken offen, kann Wasser direkt in die Steckdose gelangen und den Schutz aushebeln, was zu Kurzschlüssen oder Korrosion an den Kontakten führen kann. Beim Einstecken eines Steckers wird die Klappe zwar leicht angehoben, viele Modelle sind aber so konstruiert, dass sie sich auch mit eingestecktem Kabel weitgehend schließen lässt und das Kabel durch eine seitliche Aussparung geführt wird. Man sollte deshalb beim Kauf darauf achten, dass die Klappe auch mit eingestecktem Stecker gut schließt, und im Betrieb immer darauf achten, sie geschlossen zu halten. Nur so ist der volle Witterungsschutz gewährleistet, für den man die Außen-Zeitschaltuhr überhaupt angeschafft hat.
Welche Geräte kann ich mit einer Außen-Zeitschaltuhr steuern?+
Mit einer Außen-Zeitschaltuhr lassen sich alle elektrischen Geräte steuern, die im Garten, auf der Terrasse oder auf dem Balkon zu bestimmten Zeiten oder bei Dunkelheit laufen sollen, solange man die Schaltleistung und die Art des Geräts beachtet. Typische Anwendungen sind Außen- und Gartenbeleuchtung, für die sich besonders Modelle mit Dämmerungssensor eignen, weil sie sich automatisch an die Jahreszeit anpassen. Ebenso häufig steuert man Weihnachts- und Dekorationsbeleuchtung im Außenbereich, die abends angehen und nachts wieder ausgehen soll. Weitere klassische Verbraucher sind Teichpumpen, Springbrunnen und Bachlaufpumpen, die tagsüber zu festen Stunden laufen sollen, sowie Bewässerungsgeräte oder Gartensteckdosen mit definiertem Zeitfenster. Zu beachten ist bei all diesen Geräten die maximale Schaltleistung der Uhr, die bei guten Modellen bei 3.680 Watt beziehungsweise 16 Ampere liegt und für Gartenanwendungen in der Regel ausreicht. Besondere Vorsicht gilt bei Geräten mit Elektromotor oder Kompressor wie Pumpen, denn diese ziehen im Einschaltmoment einen erhöhten Anlaufstrom, der die Kontakte der Uhr stärker belastet; hier sollte man nur Modelle verwenden, die der Hersteller ausdrücklich für Motorlasten freigibt. Nicht über eine Zeitschaltuhr laufen lassen sollte man Geräte, die im unbeaufsichtigten Betrieb ein Brand- oder Sicherheitsrisiko darstellen, etwa Heizstrahler ohne eigene Abschaltautomatik. Für unkritische Verbraucher wie Beleuchtung und Pumpen ist die Außen-Zeitschaltuhr dagegen ein bewährtes und praktisches Steuerungsmittel.
Kann eine Aussen-Zeitschaltuhr im Winter draussen bleiben?+
Eine Aussen-Zeitschaltuhr mit der Schutzart IP44 ist grundsaetzlich fuer den dauerhaften Einsatz im Freien konstruiert und darf auch im Winter draussen bleiben, sofern man einige Punkte beachtet. Der IP44-Schutz sorgt dafuer, dass Regen, Schnee und Spritzwasser dem Gehaeuse nichts anhaben, und die meisten Modelle sind so gebaut, dass sie ganzjaehrig an einer Aussensteckdose verbleiben koennen. Wichtig ist allerdings, die Schutzklappe ueber der Steckdose stets geschlossen zu halten, weil nur dann der volle Feuchtigkeitsschutz gewaehrleistet ist. Ein Punkt, den man beachten sollte, ist der vom Hersteller angegebene Betriebstemperaturbereich. Nicht jede Uhr ist fuer beliebig tiefe Minusgrade ausgelegt, und gerade digitale Modelle mit einem Fluessigkristall-Display koennen bei starkem Frost traeger reagieren oder das Display schlechter darstellen. Robuste mechanische Aussen-Zeitschaltuhren sind gegenueber Kaelte in der Regel unempfindlicher, weil sie ohne empfindliche Elektronik auskommen. Wer die Uhr ohnehin nur saisonal nutzt, etwa fuer die Weihnachtsbeleuchtung, kann sie nach der Saison abbauen und trocken lagern, was ihre Lebensdauer verlaengert und sie vor unnoetiger Witterungsbelastung schuetzt. Bleibt die Uhr dauerhaft draussen, empfiehlt sich ein Modell mit gutem, UV-bestaendigem Gehaeuse und gut schliessender Klappe, das den ganzen Winter uebersteht. Insgesamt spricht nichts dagegen, eine geeignete IP44-Uhr im Winter draussen zu lassen, solange man den Temperaturbereich im Blick behaelt und die Klappe geschlossen haelt.
Welche IP-Schutzarten über IP44 gibt es für den Außenbereich?+
Über die Mindestanforderung IP44 hinaus gibt es für besonders anspruchsvolle Außenstandorte Zeitschaltuhren und Steckdosen mit höheren Schutzarten, die durch eine höhere zweite Ziffer im IP-Code gekennzeichnet sind. Während die 4 an zweiter Stelle Schutz gegen allseitiges Spritzwasser bedeutet, steht eine 5 für Schutz gegen Strahlwasser aus einer Düse und eine 6 für Schutz gegen starkes Strahlwasser, wie es etwa bei einem Gartenschlauch oder Hochdruckreiniger in der Nähe auftreten könnte. Gängige höhere Schutzarten sind IP54, IP55 und IP65. IP54 verbessert zusätzlich den Schutz gegen Staub, IP65 ist staubdicht und gegen Strahlwasser geschützt. Für die meisten normalen Anwendungen im Garten, auf dem Balkon oder der Terrasse, wo die Uhr Regen und Spritzwasser ausgesetzt ist, reicht IP44 als Mindeststandard völlig aus. Zu einer höheren Schutzart wie IP54 oder IP65 sollte man greifen, wenn die Uhr an einem besonders exponierten Ort sitzt, an dem sie starkem Regen, Strahlwasser oder viel Staub ausgesetzt ist, oder wenn sie dauerhaft ganzjährig im Freien verbleibt. Wichtig ist bei allen Schutzarten, dass die angegebene Schutzwirkung nur bei bestimmungsgemäßer Montage und geschlossener Schutzklappe gilt. Für die Steckdose, an der die Uhr hängt, sollte man ebenfalls auf eine passende Außentauglichkeit achten, damit die gesamte Installation wettergeschützt ist.
Kann ich eine Außen-Zeitschaltuhr mit einer Mehrfachsteckdose kombinieren?+
Grundsätzlich ja, aber man muss dabei besonders auf die Außentauglichkeit der gesamten Kombination und auf die Gesamtlast achten. Wenn man mehrere Geräte im Außenbereich über eine einzige Zeitschaltuhr schalten möchte, kann man an die Außen-Zeitschaltuhr eine Steckdosenleiste anschließen und darüber mehrere Verbraucher gemeinsam schalten. Entscheidend ist jedoch, dass auch die Mehrfachsteckdose für den Außenbereich geeignet und entsprechend spritzwassergeschützt ist; eine normale Innenraum-Steckdosenleiste darf im Freien nicht verwendet werden, weil sie bei Feuchtigkeit ein erhebliches Sicherheitsrisiko darstellt. Es gibt spezielle Outdoor-Steckdosenboxen und Gartensteckdosen mit IP-Schutz, die sich für diesen Zweck eignen. Zu beachten ist außerdem die Gesamtschaltleistung: Die Summe der Leistung aller angeschlossenen Geräte darf die maximale Schaltleistung der Zeitschaltuhr von in der Regel 3.680 Watt nicht überschreiten. Bei Gartenbeleuchtung und kleinen Pumpen ist das meist unproblematisch, bei mehreren leistungsstarken Geräten sollte man nachrechnen. Ein weiterer Punkt ist der Anlaufstrom von Pumpen und Motoren, der bei mehreren gleichzeitig startenden Geräten die Kontakte belastet. Für eine saubere und sichere Lösung empfiehlt sich daher eine für den Außenbereich ausgelegte Steckdosenverteilung in Kombination mit einer passenden Zeitschaltuhr, wie wir sie auch bei den Outdoor-Steckdosen behandeln.