Beim Draht-Mähroboter steckt der Aufwand nicht im Gerät, sondern in der Installation. Der Begrenzungsdraht wird als geschlossene Schleife um die Mähfläche geführt, mit Haken im Boden fixiert oder flach eingegraben. Oberirdisch verlegt wächst er binnen weniger Wochen ein und ist danach unsichtbar — bis man ihn braucht.
Und genau das ist die Schwachstelle: Der Drahtbruch ist der mit Abstand häufigste Defekt. Ein Spatenstich beim Beetumgraben, ein Vertikutierer, das Kantenstechen oder ein Maulwurf reichen. Der Roboter meldet dann nur, dass kein Signal da ist — nicht, wo. Die Suche nach der Bruchstelle in einem eingewachsenen Rasen ist mühsam, weshalb ein Suchgerät oder ein Signalempfänger die Nerven schont. Repariert wird mit wasserdichten Gel-Verbindern, nicht mit Isolierband.
Wer neu verlegt, sollte deshalb zwei Dinge tun: den Verlauf dokumentieren, am besten fotografieren, und den Draht bewusst nicht dort führen, wo später gegraben wird — also mit Abstand zu Beeten, Baumscheiben und Stellen, an denen der Spaten regelmäßig ansetzt. Das ist eine Viertelstunde Mehraufwand, die sich beim ersten Drahtbruch bezahlt macht.