Was ist der Unterschied zwischen Bluetooth- und WLAN-Sensoren?+
Bluetooth-Sensoren koppeln direkt mit einem Smartphone in der Nähe und übertragen die Werte nur über kurze Distanz – meist wenige Meter, durch Wände weniger. Sie brauchen weder WLAN noch Router, Cloud oder Konto, sind dadurch günstig, einfach und datensparsam, bieten aber keinen Fernzugriff: Man sieht die Werte nur, wenn man in der Nähe ist, ergänzt um den am Gerätedisplay angezeigten aktuellen Wert. WLAN-Sensoren dagegen verbinden sich mit dem Router und stellen die Werte über das Internet bereit, sodass man sie von überall abrufen und Push-Alarme erhalten kann – etwa bei Schimmel- oder Frostgefahr. Für einen festen Standort in einem bewohnten Raum, an dem man sich ohnehin aufhält, ist Bluetooth die preiswerteste und einfachste Lösung. Für die Überwachung aus der Ferne – Ferienhaus, Keller, Weinkeller – ist dagegen ein WLAN-Modell nötig. Die Wahl hängt also davon ab, ob man nur vor Ort ablesen oder auch von unterwegs überwachen möchte.
Welcher Bluetooth-Sensor ist der beste?+
Für die meisten ist das Govee-LCD-Thermo-Hygrometer die beste Wahl: Es ist sehr genau, hat ein großes, gut ablesbares Display und ist mit über 7.500 Bewertungen und Schnitt 4,5 einer der meistgekauften Sensoren überhaupt. Wer auch draußen, im Bad, Keller oder Gewächshaus messen will, nimmt einen wasserdichten IP65-Sensor wie den SwitchBot, der mit über 2.200 Bewertungen gut erprobt ist, oder die noch günstigere SwitchBot-IP65-Variante für rund 14 Euro mit über 6.000 Bewertungen. Der GoveeLife IP65 ist eine weitere preiswerte Außen-Alternative, und das Govee Mini LCD eignet sich für kleine Stellflächen. Die beste Wahl hängt davon ab, ob innen oder außen gemessen wird, wie groß das Display sein soll und welches Budget zur Verfügung steht – für trockene Wohnräume das Govee LCD, für den Außeneinsatz ein IP65-Modell.
Wie weit reicht die Bluetooth-Verbindung?+
Die Bluetooth-Reichweite ist von Natur aus begrenzt und beträgt in der Praxis meist einige Meter bis grob zehn Meter im freien Raum, durch Wände, Decken und Möbel deutlich weniger. Das bedeutet, dass man die Werte nur dann live auf dem Smartphone sieht, wenn man sich in derselben oder einer angrenzenden Etage in der Nähe des Sensors aufhält. Praktisch ist, dass die Sensoren die Messwerte auch dann weiter aufzeichnen, wenn das Smartphone außer Reichweite ist – beim nächsten Koppeln werden die gespeicherten Daten in die App übertragen, sodass keine Lücken im Verlauf entstehen. Für die typische Nutzung an einem festen Standort in der Wohnung reicht die Reichweite gut aus, da man ohnehin regelmäßig vorbeikommt. Wer jedoch von unterwegs oder aus einem entfernten Raum jederzeit auf die aktuellen Werte zugreifen oder sofortige Alarme erhalten möchte, stößt an die Grenzen von Bluetooth und sollte zu einem WLAN-Sensor greifen. Eine größere Bluetooth-Reichweite über mehrere Räume ist mit diesen einfachen Geräten nicht zu erwarten.
Was bedeutet IP65 und brauche ich es?+
IP65 ist eine Schutzart, die angibt, wie gut ein Gerät gegen Fremdkörper und Wasser geschützt ist. Die erste Ziffer (6) steht für vollständigen Schutz gegen Staub, die zweite (5) für Schutz gegen Strahlwasser aus einer Düse aus beliebiger Richtung. Ein Sensor mit IP65 hält damit Regen, Spritzwasser und Feuchtigkeit stand und eignet sich für den Außeneinsatz, für das Gewächshaus, das Bad oder den feuchten Keller. Sensoren ohne IP-Schutz sind dagegen nur für trockene Innenräume gedacht und können bei Nässe oder hoher Feuchtigkeit Schaden nehmen. Ob man IP65 braucht, hängt also vom Einsatzort ab: Für das Wohnzimmer, Schlafzimmer oder Arbeitszimmer genügt ein normaler Innenraum-Sensor mit gutem Display. Sobald der Sensor aber draußen, in einem feuchten Raum oder dort eingesetzt werden soll, wo Spritzwasser auftreten kann, sollte man zu einem IP65-Modell greifen. Da die IP65-Sensoren oft kaum teurer sind als reine Innenraum-Modelle, ist es im Zweifel sinnvoll, gleich ein wasserdichtes Gerät zu wählen, das man flexibel innen und außen verwenden kann.
Brauche ich für Bluetooth-Sensoren ein Konto oder eine Cloud?+
In der Regel nicht im selben Maße wie bei WLAN-Sensoren. Bluetooth-Thermo-/Hygrometer koppeln direkt mit dem Smartphone und zeigen die Werte in der jeweiligen Hersteller-App an, ohne dass die Daten zwingend über eine Cloud laufen müssen, da keine Fernübertragung stattfindet – die Verbindung bleibt lokal zwischen Sensor und Handy. Manche Apps verlangen dennoch ein Konto, um zusätzliche Funktionen wie das Speichern langer Verläufe oder die Einbindung ins Ökosystem zu nutzen, doch die Grundfunktion – aktuelle Werte ablesen und kurze Verläufe sehen – funktioniert meist ohne ständige Internetverbindung. Das macht Bluetooth-Sensoren datensparsam und unkompliziert, was viele Nutzer schätzen. Wer ganz ohne App auskommen will, kann die Werte einfach am Display ablesen. Wer dagegen die SwitchBot-Modelle später ins Ökosystem einbinden und automatisieren möchte, benötigt dafür ein Konto und oft einen Hub. Für die reine Raumklima-Überwachung an einem festen Ort sind die Geräte aber so einfach wie ein klassisches Thermometer – nur eben mit App-Verlauf als Bonus.
Kann ich mehrere Sensoren mit einer App nutzen?+
Ja, die meisten Hersteller-Apps unterstützen mehrere Sensoren gleichzeitig, sodass man verschiedene Räume oder Orte in einer App überwacht. Man koppelt einfach jeden Sensor einzeln, und die App zeigt alle nebeneinander mit ihren aktuellen Werten und Verläufen an. So lässt sich mit mehreren günstigen Bluetooth-Sensoren ein guter Überblick über das Klima in Wohnzimmer, Schlafzimmer, Keller und Gewächshaus aufbauen, ohne für jeden Ort ein teures Gerät anzuschaffen. Zu beachten ist, dass man bei reinem Bluetooth jeweils in die Nähe des einzelnen Sensors kommen muss, damit die App dessen neueste Daten abruft – ein zentraler Live-Überblick über alle Räume von einem entfernten Punkt aus ist mit Bluetooth allein nicht möglich. Wer das möchte, kann bei manchen Systemen wie SwitchBot einen Hub ergänzen, der als Brücke dient und die Werte der Bluetooth-Sensoren ins WLAN und damit zum Fernzugriff bringt. So lässt sich eine günstige Bluetooth-Lösung schrittweise zu einem vernetzten System ausbauen, wenn der Bedarf wächst.
Warum reißt die Verbindung zum Außensensor ab, obwohl er nah am Fenster liegt?+
Sehr wahrscheinlich wegen der Verglasung. Herstellerangaben von 80 oder 120 Metern gelten für freies Feld. Moderne Wärmeschutzverglasung trägt jedoch eine hauchdünne Metallbedampfung, die Infrarot in den Raum zurückreflektiert — und dieselbe Schicht dämpft Funk im 2,4-GHz-Band deutlich. Ein Sensor, der hinter einer alten Einfachverglasung über zehn Meter funkt, kann durch eine moderne Dreifachverglasung schon auf drei Metern abreißen. Abhilfe: den Empfänger oder ein Bluetooth-Gateway direkt auf die Fensterbank stellen, oder die Verbindung vor der endgültigen Montage testen.
Halten Bluetooth-Sensoren den Winter aus?+
Meist ja, aber man sollte drei Dinge prüfen. Der Messbereich vieler Geräte beginnt erst bei minus 20 Grad, bei reinen Innenraum-Sensoren teils schon bei minus 10 — für ein Gefrierfach reicht das nicht. Die Knopfzelle hält bei 15-Minuten-Intervall zwar rund ein Jahr, aber das gilt für Zimmertemperatur; in der Kälte sinkt die nutzbare Kapazität, ohne dass die Anzeige das vorher meldet. Und das LC-Display wird bei Frost träge oder bleibt leer — das ist Physik, kein Defekt: Der per Funk übertragene Wert stimmt in der Regel weiter.
Brauche ich ein Gateway für den Außensensor?+
Nur wenn Sie die Werte aus der Ferne sehen oder dauerhaft aufzeichnen wollen. Ohne Gateway sind die Daten nur abrufbar, wenn Ihr Handy in Bluetooth-Reichweite ist — für den Blick aufs Balkonthermometer beim Frühstück reicht das. Sobald aber Verlaufskurven, Push-Alarme bei Frost oder ein Zugriff von unterwegs gefragt sind, braucht es ein Gateway, das die Werte lückenlos abgreift und weiterreicht. Ein zweiter Nutzen kommt gratis dazu: Ein Gateway auf der Fensterbank verkürzt die Funkstrecke durch die Scheibe erheblich.