Das klassische Raumthermostat ist im Grunde ein Schalter. Wird es im Raum zu kalt, schließt es einen Kontakt und die Heizung läuft — mit voller Leistung. Ist die Wunschtemperatur erreicht, öffnet es den Kontakt und die Heizung geht aus. Das funktioniert, führt aber zu ständigem Takten: Der Kessel springt an, heizt kräftig, schaltet ab, kühlt aus, springt wieder an. Das kostet Effizienz und belastet die Anlage.
Ein modulierendes Thermostat arbeitet anders. Es spricht über ein Protokoll wie OpenTherm direkt mit der Therme und teilt ihr nicht nur mit, dass geheizt werden soll, sondern wie viel. Die Heizung fährt dann mit der tatsächlich benötigten Leistung — sie läuft länger, aber sanfter, statt in kurzen Vollgas-Intervallen. Ergebnis: weniger Takten, gleichmäßigere Temperaturen und ein spürbar effizienterer Betrieb, besonders bei Brennwertgeräten.
Vor dem Kauf gilt es daher zu klären, was die eigene Heizung überhaupt unterstützt. Viele Thermen sprechen OpenTherm, andere setzen auf herstellereigene Protokolle wie eBus. Passt das Thermostat nicht dazu, lässt es sich zwar meist trotzdem über den einfachen Schaltkontakt anschließen — dann bekommt man aber nur die An-Aus-Regelung und verschenkt genau den Vorteil, für den man bezahlt hat.