Die wichtigste Stellschraube ist die Funkfrequenz. Viele Billig-Sets funken auf 433 MHz — einem Band, das sich Babyfone, Garagentoröffner, Funkthermometer, Autoschlüssel und Funksteckdosen teilen. Das macht sie anfälliger für Störungen und Fehlalarme. Im 868-MHz-Band sind dagegen vier Kanäle exklusiv für Sicherheitsanwendungen reserviert; 868-MHz-Anlagen sind daher klar im Vorteil.
Zweiter Schwachpunkt ist die Verschlüsselung: Sehr günstige Discounter-Modelle haben hier oft Lücken. Achte auf eine AES-Verschlüsselung der Funkstrecke und auf bidirektionale Sensoren, die dem Zentralteil ihren Status zurückmelden. Ohne das lässt sich der Funk leichter aufzeichnen oder stören.
Dritter Punkt: Jamming, also das gezielte Überlagern des Funks. In Untersuchungen erkannte nur eines von fünf getesteten Geräten einen Störangriff und warnte den Besitzer. Eine Jamming-Erkennung und Sabotagekontakte, die auslösen, wenn ein Sensor geöffnet oder abgerissen wird, sind deshalb wichtige Qualitätsmerkmale — auch im günstigen Segment.
Und schließlich die Alarmierung: Budget-Sets melden meist nur lokal per Sirene oder per App über WLAN. Ein Mobilfunk-Backup (4G/GSM mit SIM), das auch bei gekapptem Internet per SMS oder Anruf alarmiert, fehlt fast immer. Für reine Abschreckung reicht die Sirene; wer im Urlaub zuverlässig benachrichtigt werden will, braucht ein Modell mit Mobilfunk — meist erst eine Preisklasse höher.