Ein Punkt, der nicht verhandelbar ist: Was im Brandfall Leben rettet, ist der laute akustische Alarm im Raum — er weckt Schlafende. Eine Push-Nachricht auf ein Handy, das stumm geschaltet ist, in der Jackentasche liegt oder dessen Akku leer ist, tut das nicht. Die App-Meldung ist deshalb ein Zusatznutzen für den Fall, dass man nicht zu Hause ist, und niemals ein Ersatz für den Melder selbst.
Daraus folgt auch, worauf man beim Kauf zuerst achtet: Das Gerät muss die geltende Produktnorm für Rauchwarnmelder erfüllen — das ist die Grundvoraussetzung, alles Smarte kommt danach. Ein Melder, der schick aussieht und schöne Diagramme in der App zeichnet, aber die Norm nicht erfüllt, ist Dekoration.
Und die WLAN-Abhängigkeit hat eine zweite Seite: Fällt der Router aus, ist die Benachrichtigung weg — der akustische Alarm bleibt zwar, aber die Funktion, für die man bezahlt hat, nicht. Wer sich auf die Meldung verlassen will, sollte deshalb wenigstens prüfen, ob das System bei Verbindungsverlust warnt. Ein Melder, der still offline geht und es niemandem sagt, ist die schlechteste aller Varianten.