Der Gewinn ist real: Ein Matter-Schloss lässt sich lokal in Apple Home, Google Home, Alexa oder SmartThings einbinden, ohne dass man an die Cloud eines einzelnen Herstellers gebunden bleibt. Auf- und Zusperren, Statusabfrage, die Einbindung in Automationen und Szenen — das funktioniert damit systemübergreifend, und es funktioniert auch dann noch, wenn der Hersteller eines Tages seinen Dienst einstellt.
Was Matter dagegen nicht abbildet, ist die Verwaltung. Zugangscodes anlegen, temporäre Berechtigungen für Handwerker oder Gäste vergeben, Zeitfenster definieren, das Zutrittsprotokoll einsehen, Fingerabdrücke anlernen — all das läuft weiterhin in der App des Herstellers. Der Standard beschreibt das Schloss als Gerät mit den Zuständen offen und geschlossen, nicht als Rechteverwaltung.
Praktisch bedeutet das eine Arbeitsteilung, die man akzeptieren muss: Das Smart-Home-System übernimmt Automationen und Sprachsteuerung, die Hersteller-App bleibt für die Verwaltung. Wer Matter kauft, weil er hofft, damit ein Konto weniger zu brauchen, hat sich verrechnet — wer es kauft, um beim Systemwechsel nicht die Hardware tauschen zu müssen, hat den Punkt getroffen.