Der 16-Ampere-Aufdruck verleitet zu Fehlschlüssen. Er beschreibt den Nennwert, nicht den sinnvollen Dauerbetrieb. Das mit Abstand riskanteste Gerät ist der Heizlüfter: Er zieht über Stunden konstant 1.000 bis 2.000 Watt, und diese Dauerlast staut Wärme im Kunststoffgehäuse der Zwischensteckdose, die anders als eine fest installierte Dose kaum Wärme abführen kann. Heizgeräte sind ohnehin eine der häufigsten Brandursachen im Haushalt — sie über einen Adapter zu schalten, potenziert das Risiko.
Nach derselben Logik gehören auch andere Dauer- und Hochlastverbraucher nicht an einen Zwischenstecker: mobile Klimageräte, Heizstrahler, Wasserkocher im Dauerbetrieb sowie Geräte mit hohen Anlaufströmen. Und Mehrfachsteckdosen sollte man niemals an eine smarte Steckdose hängen, weil die Summe der Verbraucher dann unkontrolliert über einen einzigen Adapter läuft.
Ebenfalls ungeeignet, wenn auch aus anderem Grund: Kühlschrank und Gefriertruhe. Nicht wegen der Leistung, sondern wegen der Zuverlässigkeit — ein WLAN-Aussetzer, ein Software-Update oder ein versehentlicher Sprachbefehl, und das Gerät bleibt aus. Sicher sind dagegen Lampen, Unterhaltungselektronik, Ladegeräte, Ventilatoren, Kaffeemaschinen und alles, was ohnehin nur kurz läuft. Ein GS-Zeichen oder ein TÜV-Prüfsiegel ist bei einem Gerät, das dauerhaft Strom führt, kein Luxus.