Welcher Ölradiator ist der beste?+
Für die meisten ist der De’Longhi Radia S eine sehr gute Wahl, weil er leise und gleichmäßig heizt, einen zuverlässigen Thermostat mitbringt und mit über 7.000 Bewertungen bewährt ist. Wer viel Heizfläche und Bewertung zum kleinen Preis will, ist mit dem VonHaus mit 2.000 Watt und neun Lamellen gut bedient. Für komfortable Bedienung mit Fernbedienung und Timer lohnt der Dreo, für größere Räume der leistungsstarke KLAMER mit 2.500 Watt und 24-Stunden-Timer. Welches Modell passt, hängt von der Raumgröße, der gewünschten Ausstattung und dem Budget ab. Im Stromverbrauch nehmen sich alle bei gleicher Wattzahl nichts – der Unterschied liegt in Rippenzahl, Bedienkomfort und Leistungsreserve.
Muss ich das Öl im Ölradiator nachfüllen oder wechseln?+
Nein, niemals. Das Öl in einem Ölradiator ist kein Brennstoff, der verbraucht wird, sondern ein geschlossener Wärmespeicher. Es wird im Werk eingefüllt, der Kreislauf ist hermetisch versiegelt, und das Öl zirkuliert im Inneren, um die Wärme zu speichern und über die Rippen abzugeben. Es wird weder verbrannt noch verbraucht und muss deshalb während der gesamten Lebensdauer des Geräts weder nachgefüllt noch gewechselt werden. Ein Ölradiator ist damit praktisch wartungsfrei; man muss ihn nur gelegentlich abstauben. Sollte ein Gerät undicht werden oder Öl austreten, ist es defekt und gehört fachgerecht entsorgt – das ist aber die Ausnahme und kein normaler Wartungsfall.
Warum braucht ein Ölradiator so lange zum Aufheizen?+
Weil er zunächst seine Thermomasse aufheizen muss, bevor er den Raum wärmt. Ein Ölradiator erhitzt das Öl in seinem Inneren, das die Wärme speichert und dann langsam über die Rippen abgibt. Dieser Vorgang dauert typischerweise zehn bis fünfzehn Minuten, bis das Gerät spürbar Wärme in den Raum bringt – anders als ein Heizlüfter, der sofort Warmluft ausbläst. Diese Trägheit ist aber kein Nachteil, sondern die Kehrseite seines größten Vorteils: Weil das Öl die Wärme speichert, heizt der Ölradiator nach dem Abschalten weiter und hält die Temperatur gleichmäßig, ohne dass es sofort kalt wird. Über die Zeit gleicht sich die langsame Aufheizphase dadurch aus. Wer sofortige Wärme braucht, ist mit einem Heizlüfter besser bedient; wer einen Raum lange gleichmäßig warm halten will, profitiert von der Speicherwärme.
Ist ein Ölradiator sparsamer als ein Heizlüfter?+
Im Wirkungsgrad nicht – beide wandeln praktisch 100 Prozent des Stroms in Wärme um und verbrauchen bei gleicher Wattzahl gleich viel. Ein 2.000-Watt-Ölradiator kostet pro Stunde genauso viel wie ein 2.000-Watt-Heizlüfter. Der Ölradiator kann aber in der Praxis einen kleinen Kostenvorteil haben, weil seine Speicherwärme den Raum auch nach dem Abschalten weiter versorgt. Dadurch schaltet der Thermostat das Gerät häufiger ab, und die tatsächliche Einschaltdauer kann in einem gut gedämmten Raum niedriger liegen als bei einem Heizlüfter, der ohne Speicher ständig nachheizen muss. Dieser Effekt ist real, aber begrenzt und hängt von Raum und Dämmung ab. Grundsätzlich bleibt auch der Ölradiator eine Zusatzheizung, deren Betrieb wegen des hohen Strompreises teurer ist als Heizen mit Gas.
Für welche Räume eignet sich ein Ölradiator?+
Ein Ölradiator eignet sich am besten für Räume, in denen man sich länger aufhält und die über Stunden gleichmäßig warm bleiben sollen – das Wohnzimmer am Abend, das Arbeitszimmer über den Tag, das Schlafzimmer in der Übergangszeit oder ein Gästezimmer. Weil er lautlos arbeitet und keine Luft verwirbelt, ist er gerade für Schlaf- und Arbeitsräume angenehm. Die passende Leistung richtet sich nach der Raumgröße: Als grober Richtwert gelten rund 60 bis 100 Watt pro Quadratmeter, bei schlechter Dämmung mehr, und mehr Rippen für größere Räume. Für sehr kleine Räume, in denen es nur kurz warm sein soll, ist ein Heizlüfter praktischer, weil der Ölradiator dort seine Speicherstärke nicht ausspielen kann. Für große Räume oder als Dauerheizung ist eine Elektroheizung generell unwirtschaftlich.
Wird ein Ölradiator gefährlich heiß?+
Die Oberfläche eines Ölradiators wird im Betrieb heiß, erreicht aber in der Regel nicht die punktuell sehr hohen Temperaturen eines blanken Heizdrahts, weil die Wärme über die große Fläche der Rippen verteilt wird. Modelle mit mehr Rippen verteilen die Wärme auf mehr Fläche und werden dadurch weniger heiß an der einzelnen Rippe. Dennoch besteht Verbrennungsgefahr, wenn man die heißen Rippen berührt, weshalb in Haushalten mit kleinen Kindern Vorsicht geboten ist und ein sicherer Stand außerhalb der Reichweite sinnvoll ist. Wichtig ist außerdem, den Ölradiator niemals abzudecken oder zum Trocknen von Wäsche zu benutzen, da sich sonst die Wärme staut und das Gerät überhitzen kann. Ein Kipp- und Überhitzungsschutz, den gute Geräte mitbringen, schaltet das Gerät bei Umfallen oder Überhitzung ab und erhöht die Sicherheit zusätzlich.
Kann ich Wäsche auf dem Ölradiator trocknen?+
Davon ist abzuraten, auch wenn es verlockend erscheint. Wenn man Wäsche direkt auf die Rippen legt oder den Ölradiator damit abdeckt, staut sich die Wärme, die eigentlich an den Raum abgegeben werden soll. Das kann das Gerät überhitzen lassen und im schlimmsten Fall einen Brand auslösen; zudem wird die Sicherheitsabschaltung unnötig strapaziert. Aus demselben Grund raten Hersteller und Sicherheitsstellen ausdrücklich davon ab, Heizgeräte abzudecken. Wenn man Wäsche in der Nähe trocknen möchte, sollte man einen separaten Wäscheständer mit ausreichend Abstand zum Ölradiator aufstellen, sodass die aufsteigende Warmluft die Wäsche erreicht, ohne die Rippen zu bedecken. So nutzt man die Wärme, ohne die Überhitzungsgefahr einzugehen. Sicherheit geht hier klar vor Bequemlichkeit.
Wie stelle ich den Ölradiator am sparsamsten ein?+
Der wirksamste Hebel ist der Thermostat in Verbindung mit einer moderaten Zieltemperatur. Man stellt die gewünschte Temperatur ein, woraufhin das Gerät heizt und bei Erreichen des Werts abschaltet, während die gespeicherte Wärme den Raum weiter versorgt. Je niedriger die Zieltemperatur, desto weniger Strom – jedes Grad weniger spart spürbar. Ein Timer oder eine Zeitschaltung hilft, die Laufzeit auf die tatsächlich genutzten Stunden zu begrenzen, etwa nur morgens und abends. Sinnvoll ist außerdem, den Raum nicht gleichzeitig zu lüften, während der Radiator läuft, und die Tür geschlossen zu halten, damit die Wärme im Raum bleibt. Weil die Speicherwärme nachwirkt, kann man das Gerät oft schon etwas vor dem gewünschten Ende ausschalten. Grundsätzlich gilt: Der Ölradiator ist eine Zusatzheizung, und der sparsamste Betrieb ist der gezielte und zeitlich begrenzte.
Wie viel kostet der Betrieb eines Ölradiators?+
Wie bei jeder Elektroheizung ergeben sich die Kosten aus Leistung mal Laufzeit mal Strompreis, da der Wirkungsgrad bei praktisch 100 Prozent liegt. Ein 2000-Watt-Ölradiator verbraucht in einer Stunde 2 Kilowattstunden; läuft er vier Stunden am Tag über 30 Tage, sind das 240 Kilowattstunden im Monat, die du mit deinem Strompreis pro Kilowattstunde multiplizierst. Der Ölradiator hat allerdings einen praktischen Vorteil, der die realen Kosten senken kann: Durch seine Speicherwärme schaltet der Thermostat das Gerät häufiger ab, während die im Öl gespeicherte Wärme den Raum weiter versorgt. Dadurch liegt die tatsächliche Einschaltdauer in einem gut gedämmten Raum oft unter der Betriebszeit, und man kann den Radiator wegen der Nachwärme früher ausschalten. Die Tabelle oben zeigt typische Monatswerte. Grundsätzlich bleibt der Ölradiator aber eine Zusatzheizung, deren Dauerbetrieb wegen des hohen Strompreises teurer ist als Heizen mit Gas.
Ist ein Ölradiator gut für Allergiker oder das Schlafzimmer?+
Ja, für beide Fälle ist der Ölradiator oft die beste mobile Elektroheizung. Er arbeitet völlig lautlos, weil er kein Gebläse hat, und eignet sich deshalb besonders fürs Schlafzimmer, wo ein rauschender Heizlüfter stören würde. Für Allergiker ist entscheidend, dass er die Luft nicht mit einem Ventilator verwirbelt und dadurch keinen Staub aufwirbelt, wie es ein Heizlüfter tut. Die Wärme steigt langsam und gleichmäßig auf, was als angenehm und weniger trocken empfunden wird. Zu beachten ist allerdings, dass sich auf den Rippen mit der Zeit Staub absetzt, der bei erneutem Aufheizen leicht verschwelen kann, weshalb man den Radiator gelegentlich abstauben sollte. Die Oberfläche wird im Betrieb heiß, was in Haushalten mit kleinen Kindern einen sicheren Stellplatz außerhalb der Reichweite verlangt. Insgesamt ist der leise, staubarme Betrieb aber genau der Grund, warum viele den Ölradiator gerade fürs Schlafzimmer und bei empfindlichen Atemwegen bevorzugen.