Eine Akku-Kamera ist die meiste Zeit im Tiefschlaf; nur der Bewegungssensor bleibt wach. Erst wenn er auslöst, fährt die Kamera hoch, startet Sensor und Funk und beginnt aufzuzeichnen. Dieser Ablauf kostet typischerweise zwei bis drei Sekunden — und das ist genau die Zeit, in der jemand ins Bild tritt. Was man auf der Aufnahme sieht, ist dann häufig eine Person, die sich bereits abwendet oder schon fast wieder aus dem Bild ist.
Die Lösung heißt Voraufzeichnung. Kameras mit dieser Funktion halten permanent einen kurzen Videopuffer vor und stellen beim Auslösen die Sekunden davor mit in die Aufnahme — gute Modelle bis zu zehn Sekunden. Damit sieht man, wie jemand ankommt, statt nur, dass er da war. Für eine Kamera, die im Ernstfall etwas belegen soll, ist das die wichtigste Einzelfunktion.
Wo diese Sekunden nicht zu haben sind, hilft die Positionierung: Man richtet die Kamera nicht frontal auf den Zugang, sondern quer zum Laufweg, sodass die Person mehrere Sekunden im Erfassungsbereich unterwegs ist, bevor sie ihr Ziel erreicht. Bei einer Kabelkamera mit Dauerbetrieb stellt sich diese Frage gar nicht erst — das ist ihr eigentlicher Vorteil gegenüber dem Akku, nicht die Aufnahmequalität.