Lokale Speicherung hat einen strukturellen Nachteil, den man nicht wegdiskutieren kann: Wenn die Kamera weg ist, sind die Aufnahmen weg. Ein Einbrecher, der die Kamera mitnimmt oder abreißt, nimmt die Speicherkarte mit — und damit genau das Material, das ihn überführt hätte. Die Cloud löst dieses Problem elegant, weil die Aufnahme längst außer Haus ist, bevor jemand die Kamera erreicht.
Es gibt aber Wege, das ohne Abo zu lösen. Der beste ist ein lokaler Rekorder oder eine Basisstation im Haus, an die die Kameras funken: Das Beweismaterial liegt dann nicht in der Kamera an der Fassade, sondern versteckt im Inneren. Zweitbeste Lösung ist eine Kamera, die zusätzlich auf einen Netzwerkspeicher oder einen Rechner im Haus sichert. Und die einfachste Maßnahme kostet gar nichts: die Kamera so hoch und so unzugänglich montieren, dass man nicht im Vorbeigehen an sie herankommt.
Ehrlich bleibt: Wer Kameras ausschließlich als abschreckende Maßnahme nutzt und die Aufnahmen nur selten braucht, kann das Risiko akzeptieren. Wer sie als Beweismittel plant, sollte dafür sorgen, dass die Aufnahme die Kamera verlässt — per lokalem Rekorder, per Netzwerkspeicher oder eben doch per Cloud. Das ist die eigentliche Abwägung, nicht die monatliche Gebühr.