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Smarte Großgeräte: Lohnt sich das wirklich?

Was App-Steuerung bei Waschmaschine, Backofen und Heißluftfritteuse tatsächlich bringt, wo die Grenzen liegen und worauf du statt der Smartness vor allem achten solltest – mit Matcher.

  • Synthese aus 3 Quellen-Schichten
  • Herstellerdaten · Fachmedien · Bewertungen
  • Redaktion: Bastian Saupe
BS

Recherche & Synthese: Bastian Saupe · neutral aufbereitet nach unserer Methodik · Stand 14. Juni 2026

Lohnt sich ein smartes Großgerät für dich?

Bei Großgeräten ist die smarte Funktion oft ein Zusatz, nicht der Kern. Wähle, was dir am wichtigsten ist, und wir ordnen ein, ob sich die Smartness lohnt.

🔎 Großgeräte-Matcher

EmpfehlungDann steht die Smartness nicht im Vordergrund. Wähle das Gerät zuerst nach der eigentlichen Qualität – Wascheffizienz, Backergebnis, Garleistung, Verbrauch und Lautstärke – und nimm smarte Funktionen als Bonus mit, statt für sie das Hauptaugenmerk und Budget aufzuwenden.

Smarte Waschmaschine

Bei der Waschmaschine bringt die smarte Anbindung vor allem Komfort durch Benachrichtigungen und Fernüberwachung: Du wirst per App informiert, wenn der Waschgang fertig ist, siehst die Restzeit und kannst den Status verfolgen, was praktisch ist, um die Wäsche rechtzeitig herauszunehmen und Knittern oder Geruch durch zu langes Liegen zu vermeiden. Manche Maschinen erlauben es, Programme per App auszuwählen und zu starten, einen verzögerten Start zu programmieren oder Waschgänge in günstige Stromzeiten zu legen, was in Verbindung mit einem Solarstrom-Eigenverbrauch sinnvoll sein kann.

Wichtig zur ehrlichen Einordnung sind die Grenzen. Die Maschine muss befüllt, das Waschmittel eingefüllt und die Tür geschlossen sein, was die App nicht ersetzt, und aus Sicherheitsgründen ist das beliebige unbeaufsichtigte Starten aus der Ferne oft eingeschränkt, da ein unbeaufsichtigt laufendes Gerät mit Wasser ein gewisses Risiko birgt. Der eigentliche Kern bleibt die Waschqualität, die Energie- und Wassereffizienz, die Lautstärke und die Zuverlässigkeit, weshalb du die Maschine zuerst nach diesen Eigenschaften wählen und die smarten Funktionen als nützlichen Bonus betrachten solltest. Wer nur eine Benachrichtigung über das Ende des Waschgangs möchte, kann diese teils auch einfacher erreichen, doch die in modernen Maschinen integrierte App-Anbindung bietet darüber hinaus Komfort, der für viele den Aufpreis rechtfertigt, sofern die Grundqualität stimmt.

Smarter Backofen

Bei smarten Backöfen liegt der Nutzen in der Fernüberwachung und teils Fernsteuerung sowie in unterstützenden Funktionen. Du kannst den Garfortschritt und die Temperatur per App verfolgen, dich benachrichtigen lassen, wenn der Ofen vorgeheizt ist oder das Gericht fertig, und je nach Gerät Programme und Temperaturen aus der Ferne anpassen. Manche Öfen bieten geführte Automatikprogramme für bestimmte Gerichte, integrierte Kerntemperaturfühler und Rezeptanbindungen, die den Garprozess erleichtern und für gleichmäßige Ergebnisse sorgen können.

Auch hier gelten Grenzen und Sicherheitsaspekte. Ein Backofen wird sehr heiß, und das unbeaufsichtigte Betreiben aus der Ferne ist aus Brandschutzgründen sensibel, weshalb viele Geräte das Fernstarten einschränken oder nur das Anpassen eines bereits beaufsichtigt gestarteten Vorgangs erlauben; zudem muss das Gargut natürlich eingelegt sein. Der Kern bleibt das Backergebnis, die Heizarten, die gleichmäßige Hitzeverteilung, die Reinigung etwa per Pyrolyse und die Energieeffizienz. Wähle den Ofen zuerst nach diesen Eigenschaften und betrachte die smarten Funktionen als Ergänzung, die vor allem durch Benachrichtigungen, Kerntemperaturüberwachung und geführte Programme einen Mehrwert bietet. Ein integrierter Kerntemperaturfühler etwa ist ein praktischer, oft unterschätzter Vorteil, der unabhängig von der App das punktgenaue Garen erleichtert.

Smarte Heißluftfritteuse

Bei smarten Heißluftfritteusen, auch Airfryer genannt, bieten die App-Funktionen Zugriff auf Rezepte mit passenden Zeit- und Temperatureinstellungen, Benachrichtigungen über den Garfortschritt und teils Fernüberwachung sowie geführte Programme für verschiedene Gerichte. Das kann gerade beim Einstieg helfen, die richtigen Einstellungen für unterschiedliche Lebensmittel zu finden, und über die Benachrichtigung erfährst du, wann du wenden oder das Gericht entnehmen solltest. Für viele Nutzer ist der Hauptnutzen einer Heißluftfritteuse ohnehin die fettarme, schnelle Zubereitung, die unabhängig von der Smartness funktioniert.

Die Einordnung fällt hier besonders nüchtern aus: Eine Heißluftfritteuse ist ein vergleichsweise einfaches Gerät, das man üblicherweise direkt daneben stehend bedient, da man das Gargut zwischendurch wendet oder prüft, weshalb die Fernsteuerung weniger Nutzen bietet als bei anderen Geräten und das unbeaufsichtigte Betreiben aus Sicherheitsgründen ohnehin nicht ratsam ist. Der praktische Mehrwert liegt daher vor allem in den Rezept- und Programmfunktionen und in Benachrichtigungen, während die Kernkriterien das Fassungsvermögen, die Garleistung, die Bedienung, die Reinigung und die Lautstärke sind. Wäge ab, ob du die smarten Zusatzfunktionen tatsächlich nutzen wirst, denn bei diesem Gerätetyp ist die Smartness häufig am ehesten verzichtbar, und ein gutes, einfach zu bedienendes Modell ohne App kann völlig genügen. Wer die Rezeptanbindung und geführte Programme schätzt, findet darin dennoch einen netten Zusatznutzen.

Klartext

Klartext: Bei Großgeräten schlägt Effizienz die Smart-Funktion

Ehrliche Einordnung, wann sich smarte Großgeräte lohnen.

Effizienzklasse und Lebensdauer zählen mehr als WLAN.

Ein Gerät läuft 10+ Jahre; Verbrauch und Haltbarkeit bestimmen die Kosten weit stärker als die App.

Grundlage: EU-Energielabel; Stiftung Warentest

Echter Smart-Nutzen: Statusmeldungen, Verbrauchstracking, Eco-Automatik – nicht Fernstart.

Aus Sicherheitsgründen ist echter Fernstart selten; realistisch sind Benachrichtigungen und Optimierung.

Grundlage: Herstellerangaben

Lange Gerätelebensdauer trifft kurzlebige Hersteller-Apps.

Plattformen werden eingestellt; achte darauf, dass das Gerät ohne App voll bedienbar bleibt.

Grundlage: BSI – Smart-Home

Nachrüsten ist oft günstiger als ein smartes Neugerät.

Eine smarte Steckdose oder ein Sensor macht viele Bestandsgeräte „smart genug" – ohne Neukauf.

Grundlage: Praxis-Einordnung

Unabhängige Einordnung der Redaktion auf Basis der unten gelisteten Quellen. Keine bezahlte Platzierung.

Passende Modelle finden

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Transparenz & Unabhängigkeit

Dieser Ratgeber beruht auf den unten gelisteten Quellen – amtliche Stellen, Normen und unabhängige Fachquellen stehen dabei über Hersteller- und Händlerangaben. Produktlinks sind Affiliate-Links: Kaufst du darüber, erhalten wir eine kleine Provision ohne Mehrkosten für dich. Das beeinflusst unsere Einordnung nicht, und es gibt keine bezahlten Platzierungen.

Quellen & Belege

Worauf dieser Ratgeber sich stützt

Amtliche Stellen und unabhängige Fachquellen, Fachmedien sowie präzise Produkt- und Vergleichsseiten. Wie wir die Schichten gewichten, steht in unserer Methodik.

Herangezogene Quellen (5)

  1. Tier 1AmtlichVerbraucherzentrale
    Energielabels: eine Übersicht

    Energieeffizienzklassen richtig lesen.

  2. Tier 1AmtlichVerbraucherzentrale
    Haushaltsgeräte-Kostenrechner

    Reale Betriebskosten von Geräten berechnen.

  3. Tier 1AmtlichVerbraucherzentrale
    Strom sparen im Haushalt: einfache Tipps (Standby)

    Standby ≈ 8 % der Stromrechnung; Geräte komplett trennen.

  4. Tier 2Produktdeinsmarthomebegleiter.de
    Smarte Waschmaschinen

    Verifizierte Modelle mit App-Status.

  5. Tier 3Ratgeberdeinsmarthomebegleiter.de
    Stromfresser finden

    Verbrauch der Geräte messen.

Externe Links öffnen die jeweilige Anbieter-Website; es gelten deren Bedingungen. Tier 1 = amtliche Stellen, Normen & unabhängige Fachquellen · Tier 2 = Fachmedien & Hersteller-Technik · Tier 3 = verifizierte Käufer-Bewertungen & Produktdaten.

Häufige Fragen

Lohnt sich die smarte Funktion bei Großgeräten überhaupt?+

Ob sich die smarte Funktion bei Großgeräten wie Waschmaschine, Backofen oder Heißluftfritteuse lohnt, lässt sich nicht pauschal mit ja oder nein beantworten, sondern hängt davon ab, welchen konkreten Nutzen die smarten Funktionen für deinen Alltag bieten und wie wichtig dir dieser im Verhältnis zum Aufpreis ist, weshalb eine nüchterne und ehrliche Betrachtung sinnvoll ist. Grundsätzlich ist bei Großgeräten zu beachten, dass die smarte Funktion in der Regel ein Zusatz ist und nicht der Kern des Geräts, denn die eigentliche Aufgabe, also gut zu waschen, zu backen oder zu garen, wird von der grundlegenden Qualität des Geräts bestimmt und nicht von der App-Anbindung. Daher solltest du ein Großgerät immer zuerst nach seinen Kerneigenschaften beurteilen, also bei der Waschmaschine nach Waschqualität, Energie- und Wassereffizienz, Lautstärke und Zuverlässigkeit, beim Backofen nach Backergebnis, Heizarten, gleichmäßiger Hitzeverteilung, Reinigungskomfort und Energieeffizienz und bei der Heißluftfritteuse nach Fassungsvermögen, Garleistung, Bedienung und Reinigung, und die smarten Funktionen erst danach als ergänzenden Aspekt betrachten. Der tatsächliche Nutzen der smarten Funktionen variiert je nach Gerät und Anwendung. Einen echten Mehrwert bieten smarte Funktionen vor allem dort, wo sie praktische Vorteile im Alltag schaffen, etwa durch Benachrichtigungen aufs Smartphone, wenn die Wäsche fertig ist oder der Backofen vorgeheizt hat, durch die Anzeige der Restzeit und des Status, durch Erinnerungen an Wartung und Reinigung oder durch unterstützende Funktionen wie geführte Programme, Rezeptanbindungen und integrierte Kerntemperaturfühler. Diese Funktionen können den Komfort spürbar erhöhen und sind für viele Nutzer ein guter Grund, ein smartes Modell zu wählen, sofern die Grundqualität stimmt. Begrenzten oder fragwürdigen Nutzen haben dagegen oft jene smarten Versprechen, die in der Praxis durch Sicherheits- und Komfortgrenzen eingeschränkt sind, etwa das beliebige unbeaufsichtigte Starten aus der Ferne, das bei vielen Geräten aus gutem Grund nicht möglich oder nicht ratsam ist, da ein unbeaufsichtigt laufendes Gerät mit Wasser oder großer Hitze ein Risiko birgt und die Maschine ohnehin befüllt sein muss, was die App nicht ersetzen kann. Für die Entscheidung solltest du dir daher überlegen, welche smarten Funktionen du tatsächlich nutzen wirst, und prüfen, was das konkrete Gerät wirklich bietet, statt dich von allgemeinen Smart-Versprechen leiten zu lassen. Wenn dir Benachrichtigungen, Status und unterstützende Funktionen einen echten Alltagsnutzen bieten und das Gerät zugleich in seinen Kerneigenschaften überzeugt, lohnt sich die smarte Variante, während du für reine Smart-Funktionen, die du kaum nutzt oder die durch Grenzen eingeschränkt sind, keinen hohen Aufpreis zahlen solltest. Letztlich gilt, dass ein gutes Großgerät mit überzeugender Kernfunktion und sinnvoll genutzten smarten Zusatzfunktionen die beste Wahl ist, während die Smartness allein kein hinreichender Grund für die Kaufentscheidung sein sollte.

Kann ich meine smarte Waschmaschine wirklich von unterwegs starten?+

Die Vorstellung, die Waschmaschine bequem von unterwegs per App zu starten, ist ein häufig beworbenes Smart-Versprechen, doch in der Praxis gibt es hier wichtige Einschränkungen aus Sicherheits- und praktischen Gründen, die du kennen solltest, um realistische Erwartungen zu haben und nicht von eingeschränkten Funktionen enttäuscht zu werden. Die grundlegendste Einschränkung ist, dass die Waschmaschine für einen Waschgang befüllt sein muss, das heißt, die Wäsche muss eingelegt, das Waschmittel eingefüllt und die Tür geschlossen sein, denn all dies sind physische Vorbereitungen, die die App nicht ersetzen kann. Du kannst also nicht aus dem Nichts von unterwegs einen Waschgang mit Wäsche starten, sondern höchstens einen bereits vorbereiteten Waschgang auslösen oder einen verzögerten Start anpassen. Hinzu kommt eine wichtige Sicherheitsüberlegung, denn eine Waschmaschine arbeitet mit Wasser, und ein unbeaufsichtigt laufendes Gerät birgt ein gewisses Risiko, etwa durch ein Leck, einen defekten Schlauch oder einen Wasserschaden, weshalb aus Sicherheitsgründen viele Hersteller das beliebige unbeaufsichtigte Starten aus der Ferne einschränken oder bestimmte Vorkehrungen verlangen. In der Praxis bieten viele smarte Waschmaschinen daher eher die Möglichkeit, einen Waschgang vorzubereiten und dann mit einer gewissen Bestätigung oder unter bestimmten Bedingungen per App zu starten oder einen verzögerten Start zu programmieren, während ein völlig freies Fernstarten ohne jede Vorbereitung und Aufsicht oft nicht vorgesehen ist. Was smarte Waschmaschinen dagegen zuverlässig bieten und worin ihr eigentlicher Alltagsnutzen liegt, ist die Fernüberwachung und Benachrichtigung. Du kannst den Status und die Restzeit des laufenden Waschgangs per App verfolgen und wirst benachrichtigt, wenn der Waschgang fertig ist, was praktisch ist, um die Wäsche rechtzeitig herauszunehmen und zu vermeiden, dass sie zu lange in der Maschine liegt und knittert oder unangenehm riecht. Ebenso ist der verzögerte Start nützlich, mit dem du die Maschine am Abend vorbereitest und so programmierst, dass sie zu einer gewünschten späteren Zeit wäscht, etwa damit die Wäsche morgens fertig ist oder der Waschgang in eine günstige Stromzeit fällt. Wenn du vor dem Kauf großen Wert auf die Fernstartfunktion legst, solltest du genau prüfen, was das konkrete Modell tatsächlich erlaubt und unter welchen Bedingungen, da sich die Geräte hier unterscheiden und das beworbene Fernstarten oft an Bedingungen geknüpft ist. Insgesamt solltest du die Erwartung an das freie Starten von unterwegs realistisch halten und den eigentlichen Nutzen smarter Waschmaschinen eher in der Fernüberwachung, den Benachrichtigungen und dem verzögerten Start sehen, die im Alltag tatsächlich Komfort bieten, während das unbeaufsichtigte Fernstarten aus guten Gründen eingeschränkt ist.

Was bringt ein integrierter Kerntemperaturfühler im smarten Backofen?+

Ein integrierter Kerntemperaturfühler, auch Bratenthermometer oder Garsensor genannt, ist eine der praktisch wertvollsten Funktionen eines smarten oder hochwertigen Backofens, die unabhängig von der reinen App-Smartness einen echten Mehrwert für gleichmäßige und punktgenaue Garergebnisse bietet, weshalb sie ein oft unterschätztes Kaufargument darstellt. Der Kerntemperaturfühler ist ein Sensor, der in das Gargut, etwa einen Braten, ein größeres Fleischstück oder einen Auflauf, gesteckt wird und kontinuierlich die Temperatur im Inneren des Garguts misst, also die Kerntemperatur. Diese Kerntemperatur ist entscheidend für das Garergebnis, denn sie zeigt an, wann das Gargut den gewünschten Garzustand erreicht hat, und ist deutlich aussagekräftiger als die reine Gardauer oder die Ofentemperatur, da unterschiedliche Stücke je nach Größe, Form und Ausgangstemperatur unterschiedlich lange brauchen. Mit einem Kerntemperaturfühler musst du nicht mehr nach Zeit und Erfahrung schätzen oder den Braten wiederholt aufschneiden, um den Garzustand zu prüfen, sondern kannst eine Zieltemperatur einstellen, bei deren Erreichen der Ofen dich informiert oder den Garvorgang automatisch beendet beziehungsweise in eine Warmhaltefunktion übergeht. Das ermöglicht punktgenaues Garen, sodass das Fleisch genau den gewünschten Garpunkt erreicht, ohne zu übergaren oder zu trocken zu werden, was besonders bei anspruchsvollen Gerichten und größeren Stücken den Unterschied zwischen einem mittelmäßigen und einem perfekten Ergebnis ausmachen kann. Im Zusammenspiel mit den smarten Funktionen kann der Backofen den Verlauf der Kerntemperatur sogar per App anzeigen und dich benachrichtigen, wenn die Zieltemperatur erreicht ist, sodass du den Garfortschritt bequem verfolgen kannst, ohne ständig nachsehen zu müssen, und rechtzeitig informiert wirst. Diese Kombination aus Kerntemperaturüberwachung und Benachrichtigung ist ein konkreter, alltagstauglicher Nutzen, der über bloße Spielerei hinausgeht und gerade für alle, die regelmäßig Braten, größere Fleischstücke oder anspruchsvolle Gerichte zubereiten, einen erheblichen Mehrwert bietet. Beim Kauf eines Backofens lohnt es sich daher, auf das Vorhandensein eines integrierten Kerntemperaturfühlers zu achten, wenn dir gleichmäßige und punktgenaue Garergebnisse wichtig sind, denn diese Funktion ist unabhängig von der allgemeinen Smartness ein praktischer und oft unterschätzter Vorteil, der das Gelingen vieler Gerichte erleichtert und zuverlässiger macht. Sie zeigt zugleich, dass der eigentliche Wert eines Backofens in den koch- und backbezogenen Funktionen liegt, zu denen auch der Kerntemperaturfühler gehört, während die reine App-Anbindung diesen Nutzen ergänzt, indem sie die Überwachung und Benachrichtigung bequemer macht.

Sind smarte Großgeräte sicher, wenn ich sie aus der Ferne bediene?+

Die Sicherheit beim Bedienen smarter Großgeräte aus der Ferne ist ein wichtiges Thema, das du ernst nehmen solltest, denn Geräte wie Waschmaschinen, Backöfen und Heißluftfritteusen arbeiten mit Wasser, großer Hitze oder beidem und bergen bei unbeaufsichtigtem Betrieb gewisse Risiken, weshalb die Hersteller aus gutem Grund Einschränkungen vorsehen und ein verantwortungsvoller Umgang geboten ist. Der grundlegende Sicherheitsaspekt ist, dass ein unbeaufsichtigt laufendes Gerät im Falle einer Störung niemanden hat, der eingreifen könnte. Bei einer Waschmaschine könnte ein Leck, ein defekter Schlauch oder eine Fehlfunktion zu einem Wasserschaden führen, bei einem Backofen oder einer Heißluftfritteuse besteht durch die große Hitze ein gewisses Brandrisiko, etwa wenn sich Fett entzündet oder ein Defekt auftritt, und in beiden Fällen ist es sicherer, wenn jemand in der Nähe ist, der ein Problem bemerkt und reagieren kann. Aus diesem Grund schränken viele Hersteller das beliebige unbeaufsichtigte Fernstarten ein oder verlangen bestimmte Vorkehrungen, etwa eine Bestätigung am Gerät, eine vorherige Freigabe oder das Vorhandensein bestimmter Sicherheitsfunktionen, und bei Geräten mit großer Hitze ist das Fernstarten oft gar nicht oder nur sehr eingeschränkt vorgesehen. Du solltest dich daher nicht darauf verlassen, ein Großgerät bedenkenlos aus der Ferne starten und unbeaufsichtigt laufen lassen zu können, sondern die Sicherheitsaspekte berücksichtigen. Als verantwortungsvoller Umgang gilt, Geräte mit Hitze wie Backöfen und Heißluftfritteusen nicht unbeaufsichtigt zu betreiben und auch eine Waschmaschine möglichst nicht über lange Zeit völlig unbeaufsichtigt laufen zu lassen, besonders wenn niemand zu Hause ist. Die smarten Funktionen sollten daher eher zur Überwachung und Benachrichtigung genutzt werden, also um den Status zu verfolgen und informiert zu werden, während man sich in der Nähe oder zumindest erreichbar aufhält, statt zum sorglosen Fernbetrieb ohne jede Aufsicht. Ein weiterer Sicherheitsaspekt betrifft die Vernetzung selbst, denn smarte Geräte sind mit dem Heimnetz und teils mit der Cloud verbunden, weshalb du auf die Absicherung deines Netzwerks und des zugehörigen Kontos achten, ein starkes Passwort verwenden und die Gerätesoftware aktuell halten solltest, um unbefugten Zugriff zu vermeiden. Insgesamt sind smarte Großgeräte bei sachgemäßer Nutzung und unter Beachtung der Sicherheitshinweise sicher zu bedienen, doch du solltest die Fernbedienung nicht als Freibrief für unbeaufsichtigten Betrieb verstehen, sondern die Geräte verantwortungsvoll und unter angemessener Aufsicht betreiben, die Sicherheitsfunktionen und Herstellerhinweise beachten und die smarten Funktionen vor allem zur komfortablen Überwachung und Benachrichtigung nutzen. Diese Hinweise ersetzen keine fachliche Sicherheitsberatung, und du solltest stets die Sicherheitshinweise des jeweiligen Geräteherstellers befolgen.

Spare ich mit smarten Großgeräten Energie?+

Ob du mit smarten Großgeräten Energie sparst, hängt davon ab, wie du die smarten Funktionen nutzt, und es ist wichtig zu verstehen, dass der größte Hebel für die Energieeffizienz nicht in der Smartness selbst liegt, sondern in der grundlegenden Effizienz des Geräts, weshalb du diesen Punkt richtig einordnen solltest, um realistische Erwartungen zu haben. Der wichtigste Faktor für den Energieverbrauch eines Großgeräts ist seine Energieeffizienzklasse beziehungsweise seine grundlegende Effizienz, also wie sparsam das Gerät bei seiner eigentlichen Aufgabe arbeitet, etwa wie wenig Strom und Wasser eine Waschmaschine pro Waschgang benötigt oder wie energieeffizient ein Backofen heizt. Diese grundlegende Effizienz wird durch die Bauart und Qualität des Geräts bestimmt und nicht durch die App-Anbindung, weshalb du beim Kauf zuerst auf eine gute Energieeffizienzklasse achten solltest, wenn dir der Energieverbrauch wichtig ist, da hier das größte Sparpotenzial liegt. Ein effizientes Gerät spart über seine gesamte Nutzungsdauer deutlich mehr Energie als jede smarte Funktion. Die smarten Funktionen können darüber hinaus einen ergänzenden Beitrag zum Energiesparen leisten, allerdings in begrenztem Umfang und abhängig von der Nutzung. Ein möglicher Nutzen ist die Verbrauchsanzeige, die dir den Energie- und gegebenenfalls Wasserverbrauch des Geräts transparent macht, sodass du ein Bewusstsein für den Verbrauch entwickelst und gegebenenfalls sparsamere Programme wählst. Ein weiterer Nutzen ist die Möglichkeit, energieintensive Vorgänge zeitlich zu verschieben, etwa über den verzögerten Start einen Waschgang in eine Zeit mit günstigerem Stromtarif oder, wenn du eine Solaranlage hast, in die sonnenreichen Mittagsstunden zu legen, sodass der selbst erzeugte Solarstrom genutzt wird, was den Eigenverbrauch erhöht und die Stromkosten senkt. In Verbindung mit einem Energiemanagement-System lässt sich diese Lastverschiebung teils automatisieren. Manche smarte Geräte bieten zudem optimierte Programme, die den Verbrauch reduzieren, etwa indem sie die Beladung erkennen und die Wassermenge anpassen, doch solche Funktionen sind eher Teil der Gerätequalität als der reinen Smartness. Zusammengefasst solltest du nicht erwarten, dass ein Gerät allein durch seine smarte Anbindung wesentlich Energie spart, sondern den größten Hebel in der Wahl eines grundsätzlich energieeffizienten Geräts sehen und die smarten Funktionen als ergänzende Möglichkeit nutzen, den Verbrauch transparent zu machen und energieintensive Vorgänge in günstige oder sonnenreiche Zeiten zu verschieben. Wenn du beides kombinierst, also ein effizientes Gerät wählst und die smarten Funktionen zur Verbrauchskontrolle und Lastverschiebung sinnvoll einsetzt, kannst du sowohl beim Energieverbrauch als auch bei den Kosten sparen, wobei der wesentliche Beitrag von der Effizienz des Geräts selbst kommt.

Worauf sollte ich beim Kauf eines Großgeräts statt auf die Smartness achten?+

Beim Kauf eines Großgeräts wie einer Waschmaschine, eines Backofens oder einer Heißluftfritteuse solltest du die smarten Funktionen bewusst als nachrangiges Kriterium behandeln und zuerst auf die Kerneigenschaften achten, die über die eigentliche Leistung, die Wirtschaftlichkeit und die Langlebigkeit des Geräts entscheiden, denn ein Gerät, das in seinen Grundfunktionen überzeugt, ist die bessere Wahl als eines, das vor allem mit smarten Funktionen wirbt, aber bei der Kernaufgabe schwächelt. Bei einer Waschmaschine zählen zu den wichtigsten Kerneigenschaften die Waschqualität und die für dich passenden Programme, die Energieeffizienzklasse und der Wasserverbrauch, die über die laufenden Kosten entscheiden, das Fassungsvermögen, das zu deinem Haushalt passen sollte, die Lautstärke beim Waschen und besonders beim Schleudern, die für die Wohnsituation wichtig ist, die Schleuderleistung, die beeinflusst, wie trocken die Wäsche aus der Maschine kommt, sowie die Zuverlässigkeit und Langlebigkeit, die du anhand von Erfahrungen und Tests einschätzen kannst. Bei einem Backofen sind die wichtigen Kerneigenschaften das Backergebnis und die gleichmäßige Hitzeverteilung, die verfügbaren Heizarten und Funktionen, die zu deinen Kochgewohnheiten passen, die Energieeffizienz, der Reinigungskomfort, etwa durch eine pyrolytische Selbstreinigung oder leicht zu reinigende Oberflächen, das nutzbare Garraumvolumen, ein eventuell vorhandener Kerntemperaturfühler, der das punktgenaue Garen erleichtert, sowie die Bedienbarkeit und Zuverlässigkeit. Bei einer Heißluftfritteuse zählen das Fassungsvermögen, das zur Haushaltsgröße passen sollte, die Garleistung und Gleichmäßigkeit der Bräunung, die einfache Bedienung, der Reinigungskomfort, da die Teile regelmäßig gereinigt werden müssen und idealerweise spülmaschinenfest sind, die Lautstärke und der Stromverbrauch. Erst nachdem du das Gerät anhand dieser Kernkriterien beurteilt und Modelle gefunden hast, die deine Anforderungen an die eigentliche Funktion erfüllen, solltest du die smarten Funktionen als ergänzenden Aspekt betrachten und prüfen, ob sie dir einen echten Alltagsnutzen bieten, etwa durch Benachrichtigungen, Status, Verbrauchsanzeige, geführte Programme oder Kerntemperaturüberwachung, und ob du sie tatsächlich nutzen wirst. So vermeidest du, für smarte Funktionen einen hohen Aufpreis zu zahlen, während die eigentliche Gerätequalität zu kurz kommt, und stellst sicher, dass du ein Gerät erhältst, das vor allem seine Kernaufgabe gut erfüllt, energieeffizient und langlebig ist und dir die smarten Funktionen als sinnvollen Bonus bietet, sofern sie zu deinem Bedarf passen. Die richtige Reihenfolge bei der Kaufentscheidung, also zuerst die Kerneigenschaften und dann die Smartness, schützt dich davor, dich von Smart-Versprechen blenden zu lassen, und führt zu einer Wahl, mit der du langfristig zufrieden bist.

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Über den Autor

Bastian SaupeInhaber & Autor

Bastian Saupe betreibt die „Begleiter"-Aggregator-Familie und bündelt Herstellerangaben, unabhängige Fachmedien und verifizierte Käufer-Bewertungen zu neutralen Kaufratgebern — ohne Eigenversuch.

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